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gesellschaftliche Veränderungen

Tja, .. spricht man in diesem Zusammenhang nicht immer von den Veränderungen der Jugend? Zunehmende Gewalt, .. Verrohung... fehlendes Einfühlungsvermögen... Gleichgültigkeit gegenüber dem anderen...Überschreiten von Grenzen und Verfall der Moral...  ?

Im Moment denke ich eher über die Veränderungen der Mütter nach...  Was sind die Mütter von heute? Wie sind die Mütter von heute? Was erwarten sie und was sind sie bereit zu geben?

Da sitzt dieses Mädchen vor mir und erzählt davon, dass sie zu Hause rausgeschmissen wurde. Kein unangenehmes Mädchen, .. nicht provokant, nicht aggressiv, nicht auffällig.... eine ganz normale, liebenswerte, freundliche 17-Jährige, manchmal vielleicht aufmüpfig, aber nicht mehr als normal, auch mal frech, aber nicht sehr... hübsch, angepasst... sympathisch.
Sie macht ihr Ding in der Schule, sie arbeitet nebenbei, sie klärt ihre Belange und hält sich an Regeln und Absprachen.
Warum zum Teufel wird ein solches Mädchen von heut' auf morgen auf die Straße gesetzt?

Sie ist aufgewühlt, fahrig... Die Schulbücher seinen noch dort ... und der Praktikumsbericht. Den könne sie nicht abgeben. Und sie wolle auch nicht mit auf Klassenfahrt gehen... sie müsse sich nun darum kümmern, dass sie eine eigene Wohnung findet, irgendwo her Geld bekommt, Ämter abklappern... 

Ich frage nach den Hintergründen, will verstehen, was da passiert ist.

Die Mutter habe seit einem Jahr einen Freund... mit dem komme sie gar nicht klar. Er wolle sie weg haben, würde alles tun, um sie mit der Mutter zu entzweien. ... wolle ihr den Hund wegnehmen und das Pferd. Früher sei sie oft mit der Mutter im Stall gewesen.. da war noch alles gut. Nun ist sie nicht mehr da... ist immer bei dem Freund. Nie komme er zu ihnen, immer nur sie zu ihm. Die kleine Schwester habe schon ein eigenes Zimmer in seinem Haus, der große Bruder sei schon zur Freundin gezogen, der kleine Bruder lebe nun beim leiblichen Vater, der sei Alkoholiker.
Irgendwie ist sie die Einzige, die noch so richtig zu Hause gelebt hat. Sie hat sich um den Haushalt gekümmert, um die kleine Schwester und den Hund und neben Schule musste sie auch noch arbeiten gehen. ... Sie wirkt hoffnungslos überfordert. Und fühlt sich ausgenutzt.
Nun.. es gab Streit.. und ich kann mir denken, dass nicht nur freundliche Worte gefallen sind...
Auf jeden Fall hat man ihr klar gesagt, sie sei nicht erwünscht. Sie musste den Schlüssel abgeben .. und Weihnachten wolle man auch nicht mit ihr feiern...

Mein Gott.... wie kann eine Mutter so reden? Egal, was da vorgefallen ist... selbst, wenn sie es nicht so meint.... ?
Und damit nicht genug... Das ist nun 2 Tage her (das Mädchen ist zunächst mal bei einer Freundin untergekommen..) und die Mutter hat nicht einmal angerufen, nicht nachgefragt, wo sie ist, wie es ihr geht... nichts...  Ich glaube, das macht sie am meisten fertig...  
Da ist so viel Enttäuschung... Verbitterung.
Nein, sie würde sich auf gar keinen Fall dort melden, .. nicht ohne dass die Mutter sich gemeldet habe.
Das erinnert mich an die Mutter der Schülerin, die ich auf der vorletzten Klassenfahrt ins Krankenhaus bringen musste, .. wegen eines Nierenrisses... . Es war unklar, ob wir sie am Abreisetag schon würden mitnehmen können und ich rief an, um zu klären, ob sie sie am Wochenende abholen würden.

"Die soll das Wochenende dableiben und am Montag mit dem Zug kommen" war der Kommentar..."dann kann sie hier wenigstens nicht das ganze Wochenende Party machen". Das hat mir dann doch die Sprache verschlagen....
Nun, wir durften sie doch mitnehmen und die Mutter hat sie sogar am Bahnhof abgeholt... mit einem Blumenstrauß für mich als Dankeschön... oder zur Entschuldigung, was weiß ich....
Den konnte ich allerdings nicht annehmen... wir dürfen uns ja nicht bestechen lassen... Er hätte mir keine Freude bereitet...  

 

 

Klassenfahrt

Also, es hilft alles nichts...
Nach so vielen Erlebnissen muss ich jetzt einfach was loswerden...  (Vielleicht kann Du mir noch erklären, wie man den Cache leert, Othy ?!)

Fangen wir gleich mit dem einschneidendsten Ereignis an...
Diesmal ist es also passiert...  Was ich in knapp 25 Jahren meines Lehrerdaseins nicht geschafft habe... jemanden nach Hause zu schicken... Diesmal hat es direkt 3 getroffen. 
Aber beginnen wir mit dem Anfang..

Der erste Abend gegen 20 Uhr... alles noch im grünen Bereich.. keine Ausfälle, kein übermäßiger Alkoholgenuss..  Die Kollegin geht auf den Zimmerflur, um nach dem Rechten zu sehen..
Gewisse Unruhe im Bereich der Dusche.. ein paar Schüler stehen davor, hämmern gegen die Tür... offensichtlich hat sich dort jemand eingeschlossen. Auf Rückfragen erfährt die Kollegin, dass dort ein Mädchen und ein Junge drin sein sollen. Auch sie klopft, ohne jedoch eine Antwort zu erhalten. Eine Schülerin regt sich tierisch auf. Was genau passiert ist, bleibt zunächst unklar.
Die Kollegin informiert mich und als ich hoch komme, ist die Dusche wieder offen. Inzwischen erreichen mich schon die Gerüchte, .. die 2 hätten in der Dusche Sex gehabt... und ein anderer Junge, der an dem beteiligten Mädchen Interesse hat, wolle den beteiligten Jungen zusammenschlagen...

Ich gehe erst einmal zum Letztgenannten, mache ihm klar, dass es auf gar keinen Fall zu einer Schlägerei kommen dürfe.. und dass erst einmal geklärt werden müsse, was nun wirklich passiert ist.  Er ist ziemlich aufgebracht, verspricht mir aber, erst einmal im Zimmer zu bleiben.
Als nächstes schnappe ich mir das Mädchen...
Nein, es sei überhaupt nichts passiert, sie hätte nur mit ihm reden wollen, ohne dass ein anderer dabei sei und die anderen hätten ihnen keinen Freiraum gelassen. Okay, klingt soweit erst einmal plausibel. Ich rate ihr, sich mit dem aufgebrachten Verehrer auszusprechen, was sie durchaus bereit ist zu tun. Sie bestätigt auch, ebensfalls Gefühle für ihn zu haben. Auf dieses Angebot angesprochen, lehnt der Junge jedoch ab.

Ich gehe wieder runter und stoße unten auf eine Krisenrunde, an der auch der Junge aus der Dusche beteiligt ist. Man zögert einen Moment, allerdings ist der Gesprächsbedarf so groß, dass schließlich auch in meiner Gegenwart weiter diskutiert wird.
Zwischenzeitlich hat es allerlei Gespräche gegeben. Das beteiligte Mädchen hat sich einem weiteren Jungen anvertraut und ihm gesagt, sie seie von den 2 Jungen (ja, jetzt sind es 2, die mit ihr in der Dusche waren) zum Oralverkehr gezwungen worden. Und da ist noch ein weiteres Mädchen beteiligt gewesen, die zunächst mit ihr und dem einen Jungen in der Dusche war, sich dann aber abgesetzt hatte, nachdem klar war, worauf es hinauslaufen würde. Sie habe auch das Mädchen aufgefordert, mit ihr rauszugehen, was diese jedoch abgelehnt habe. Also könne man davon ausgehen, dass sie freiwillig gehandelt habe.
Dann gab es noch verschiedene SMS mit eindeutigen Angeboten des Mädchens, die mir dann auch noch gezeigt wurden, um die beiden männlichen Akteure zu entlasten... vermeintlich...
Denn.... mit zunehmendem Fortschritt des Gesprächs ging es immer weniger darum, ob überhaupt etwas in der Form passiert ist, sondern immer mehr, wer nun was wollte bzw. ob das Ganze freiwillig oder unter Zwang stattgefunden hat. Auch die beiden Betroffenen stritten die Sache an sich nicht mehr wirklich ab.
Ein weiteres Gespräch mit dem Mädchen bestätigte nun auch die sich herauskristalliesierende Version, dass alles im Einvernehmen stattgefunden habe und keine Gewalt oder Nötigung im Spiel gewesen sei, womit wir immerhin schon mal eine Kuh vom Eis hatten.

Die Konsequenzen der ganzen Aktion waren nun aber auch nicht mehr aufzuhalten. Immerhin hatte es verbotenerweise (ungeschützte) sexuelle Handlungen zwischen Minderjährigen gegeben, die der ganzen Klasse und den Lehrern bekannt geworden sind. Darüber kann ich beim besten Willen nicht hinwegsehen. Man möge sich vorstellen, wie Eltern reagieren, die das von ihren Sprösslingen brühwarm erzählt bekommen. Was, wenn sie bei der Schulleitung nachfragen und sie von mir nicht informiert wurde?

Tja, den Rest des Abends habe ich dann mit den entsprechenden Gesprächen mit den Schülern verbracht. Die bevorstehende  Heimfahrt war dabei noch das kleinste Problem. Wesentlich dramatischer wurde das unvermeidliche Gespräch mit den Eltern und der wahrscheinlich resultierende Ausschluss aus der Klasse eingestuft. Natürlich erwartete man von mir, noch eine letzte Chance einzuräumen, schließlich würde man seinen Fehler einsehen. Aber letztendlich konnte man dann auch meine Position verstehen, dass ein Verbleiben der 3 Beteiligten in der gleichen Klasse immer wieder zu verbalen Angriffen und Verletzungen führen könne und dass der Ruf der Schule und insbesondere mein Ruf als verantwortliche Klassenlehrerin wesentlichen Schaden nehmen könnte, wenn ich hier nicht ein deutliches Zeichen setzen würde. Verständlich ja, ... aber kaum zu ertragen... für die Betroffenen ... und für die Mitschüler...
Die Stimmung war dahin, das war nicht mehr zu vermeiden... Die ersten tönten schon, ... dann würden sie auch nach Hause fahren.. ,aber ganz so schlimm wurde es dann doch nicht, .. soviel sei schon mal verraten... aber das kann ich im Moment nicht mehr näher ausführen...

Am nächsten Morgen folgten die Telefonate mit Eltern und Schulleitung (die das übrigens genau so sah wie ich) und dann wurden 2 mit dem Zug nach Hause geschickt, der 3. wurde von den Eltern abgeholt. Noch einmal Betroffenheit pur... , mittlerweile betrachtete man immerhin die Sache auch aus anderen Blickwinkeln...  Was würden die Eltern über einen denken? Wie würden sie reagieren? Tja, ... keine besonders angenehme Aussicht...
Sicherlich eine tiefgreifende Lebenserfahrung für alle, auch wenn sie von den Dreien teuer bezahlt werden muss...

Allerlei Hindernisse...

So, .. ein Nachschlag gefällig?

Die Fahrt zur Jugendbildungsstätte erfolgte mit öffentlichen Verkehrsmitteln.. Zug und Bus. Knapp 100 km, das geht für die meisten sogar kostenlos mit dem Schokoticket. 
Treffpunkt: 7.45 Uhr Abfahrt: 8.00 Uhr
Um 5 vor 8 fehlte noch einer der Türken... Anruf aufs Handy... Nein, er schafft es nicht, .. wird gebracht von den Eltern... zum nächsten Umsteigebahnhof.  Ich habe ihm noch die Adresse und die Anschlüsse durchgegeben und dann vertrauten wir darauf, dass ein 17-Jähriger das schon allein hinkriegt.

Wir sitzen so ganz entspannt im Zug und halten an einer Station... da sagt der Kollege plötzlich: "Da stehen 2 von uns draußen!" "Wie, 2 von uns... wo?" "Ja, auf dem Bahnsteig, Yusuf und Ali." Ich springe auf wie von der Tarantel gestochen, hetze zur Tür und treibe die 2 wieder in den Zug. "Was soll das denn werden? Sie können doch nicht einfach aussteigen."
"Wir wollen auf Hasan warten, dann muss er nicht alleine fahren". "Und dann steigen Sie einfach aus, ohne Bescheid zu sagen? Das geht doch nicht. Außerdem ist es schlimm genug, dass Hasan nicht da ist, da verlier' ich doch nicht noch 2 Schüler." Die Mitreisenden zeigen eine Mischung aus Belustigung und Mitleid. Am nächsten Bahnhof gehe ich vorsichtshalber wieder zur Tür, ...aber die anderen bekräftigen mir, dass sie schon dafür sorgen, dass sie nicht noch mal aussteigen.
Der Rest der Fahrt verläuft ohne weitere Vorkommnisse und Hasan kommt eine Stunde später auch wohlbehalten an... alles ist gut... ; ))

Szenenwechsel:
Ich habe unsere Playstation mitgebracht und Singstar, ein Karaokespiel. Das wollen wir anschließen und hoffen darauf, auf diese Weise möglichst viele aus ihren Zimmern zu locken und für einen gemeinsamen Abend zu begeistern. Die für die Abendplanung beauftragte Schülerin hatte leider keine Angebote durchsetzen können.
Erste Panne... Es fehlte ein entscheidendes Kontaktstück, welches die Mikrophone an die PS anschließt.... so ein Mist....
Hin und her überlegt, ... Nein kaufen kann man so etwas nicht.. und das ist auch nichts, was man so einfach dabei hat. Also telefoniere ich mit meiner Tochter... und ... die ist sogar bereit, es noch zu bringen.
Wir überlassen also das Fernsehgerät im Gruppenraum sich selbst und gehen eine Runde kickern, .. nicht lange, .. vielleicht eine halbe Stunde. Dann will ich noch die Spieletasche aus dem Gruppenraum holen und ... stehe vor einer verschlossenen Tür.

Hm... Die war doch gerade noch auf... und abgeschlossen haben wir sie auch nicht.
Nun ja, wir haben ja einen ganzen Bund Schlüssel bekommen,... also... einfach mal durchprobieren...
Ich versuche einen Schlüssel nach dem anderen.... keiner passt. Also noch mal... wieder nicht. Ich überlege, ob ich vielleicht in einem anderen Teil des Gebäudes gelandet bin, aber das erscheint unmöglich.
Ich gehe zu den Kollegen und berichte von meinen Erfahrungen. Nun stehen wir zu dritt vor der verschlossenen Tür und werkeln erfolglos an dem Schloss herum. Hey, will uns hier einer veräppeln?
Es ist noch eine weitere Gruppe im Haus. Also fragen wir auch dort noch nach, ob man vielleicht den Raum abgeschlossen habe. Nein, von denen war's niemand.

Wir beschließen, den Hausmeister anzurufen... Das sollten wir nur im Notfall tun...bei Rohrbrüchen oder Feuer....  Er wohnt außerhalb und kann es gar nicht gut haben, wenn er für Kleinigkeiten rausgerufen wird. Nun, ... es ist halb 9... da kann man das schon mal riskieren...
Ich telefoniere mit ihm und irgendwie scheint er mich für nicht ganz richtig im Kopf zu halten. Welche Tür? Nein, das kann nicht? Die ist gar nicht abgeschlossen... Doch... ich hab's doch versucht. ... Und außerdem müssten Sie einen Schlüssel haben... Wir haben alle durchprobiert.. und es passt doch keiner...  Genervt verspricht er, runter zu kommen....

Nun, ich bin doch nicht vollkommen plemplem... Die Tür ist tatsächlich zu und wir haben auch keinen passenden Schlüssel, das sieht er ein... Offensichtlich ist das Küchenpersonal, dass sich dort in einem Nebenraum umzieht, gerade in der Zeit rausgegangen und hat hinter sich abgeschlossen. Und der Schlüssel, der eigentlich passen sollte, ist von der Schlüsselfirma spiegelverkehrt hergestellt worden, der kann gar nicht passen.
Nun, ... die Tür ist wieder auf und nun bekommen wir auch einen passenden Schlüssel und meine Tochter bringt auch das fehlende Verbindungsstück... und eigentlich könnte es nun ein schöner Abend werden, wären nicht da Dinge passiert, die ich schon im letzten Eintrag beschrieben habe.

Hallo

Kleines Lebenszeichen von mir...
Mein PC funktioniert leider immer noch nicht... naechster Versuch erfolgt am 10. Januar. Solange wird's hier eher ruhig sein. Eine Verbesserung ist insofern eingetreten, dass ich ein neues Netbook bekommen habe, .. worueber ich mich schon sehr freue.. allerdings hat  es so seine Tuecken... denn es hat eine amerikanische Tastatur... da hat natuerlich keiner drauf geachtet..
Hauptproblem: keine Umlaute, kein scharfes S und allerlei abweichende Tastenbelegungen, was meine Schreibgeschwindigkeit zur Zeit noch erheblich beeintraechtigt.
Am Anfang konnte es sowieso noch gar nichts, ... weil ja erst alle Einstellungen vorgenommen werden mussten. Ein Glueck, dass man einen Bruder hat, der so etwas kann. Und inzwischen hab ich auch schon vieles eingestellt, was ich so brauche. Die Sache mit den Umlauten hab ich auch schon mit Tastenkombinationen belegt, aber hier funktionieren sie nicht, .. warum auch immer... Nun, ich hoffe auf weitere Fortschritte...
Weihnachten hatte so seine 2 Seiten.. Ein wirklich schoener Heiligabend endete damit, dass uns meine Tochter um 2 Uhr nachts aus dem Bett klingelte, weil mein Auto aufgebrochen wurde. Dann sagten meine Eltern ihren Besuch ab, weil der Haussegen schief hang. Wir haben uns dennoch einen schoenen Tag gemacht... aber so etwas belastet mich doch, auch wenn wir da nicht viel machen koennen.
Nun, gestern war es dann noch mal richtig schoen und unbeschwert, bei Freunden, die einen kleinen Zwerg von knapp 2 Jahren haben. In dem Alter sind sie einfach entzueckend...

Ich hoffe, Ihr seid auch gut durch die Festtage gekommen und, wenn wir uns vorher nicht mehr lesen, wuensche ich allen einen guten Rutsch und das Beste fuer 2010!

Viele Gruesse Eure Zillie

Wieder da...

Tätääääää, ...
Ich habe weitere 8 € investiert und mir eine deutsche USB-Tastatur gegönnt... und jetzt kann ich wieder mit Vollkaracho über die Tastatur hämmern... ohne ständig die falschen Tasten zu treffen ... und dann ging der Cursor immer mal wieder aus unerfindlichen Gründen an eine andere Textstelle... wieder suchen... wo ist er denn? ... oha... sag ich Euch, da kann man schon die Lust am Schreiben verlieren...
Aber jetzt ist erst mal wieder alles gut...

Es drängt mich, ein Thema aufzugreifen, dass ich bei Othy gelesen habe.... um Werte geht's... und um Enttabuisierung und wieviel davon in der heutigen Zeit als "normal" gilt... und ob man dem wirklich nachkommen muss/soll/darf um nicht als altmodisch eingestuft zu werden.
Ich fürchte, dazu kann ich nicht wirklich etwas sagen. Nun... nicht dass ich dazu keine Meinung hätte... im Gegenteil: völlig klar...man muss nicht, man sollte nicht... und eigentlich darf man auch nicht, wenn man minimal verantwortungsbewusst ist und nur ansatzweise an so etwas wie Liebe glaubt... Nun, ich fürchte aber auch, in dem Punkt bin ich sehr traditionell geprägt, um mal das hässliche Wort "altmodisch" zu vermeiden. Meine Erziehung hat mir klare Werte vermittelt... und sie auch eingefordert... viel mehr, als es heute üblich ist, ... auch viel mehr, als ich es selbst von meinen Kindern einfordere... , vielleicht aus der Angst heraus, zu altmodisch zu sein, sie so zu erziehen, dass sie "anders sind"... nicht zeitgemäß...  dadurch leichter in eine Außenseiterrolle geraten könnten. Die Grenzen dessen, was Jugendliche normal finden, sind so fürchterling eng gesetzt... wenigstens in der sogenannten Peergroup... dem kleinen Gesellschaftsausschnitt, dem sich ein Jugendlicher verbunden fühlt. Die Bandbreite ist insgesamt sehr viel größer geworden, aber keineswegs die Toleranz..., mit ein Grund dafür, sich gegenseitig anzugreifen, kleinzumachen,.. herabzuwürdigen...

Wie viel sich da wirklich verändert hat in den letzten Jahrzehnten, sieht man immer wieder in den alten Filmen, wie sie jetzt gerade mal wieder im Fernsehen laufen.... Rühmann, Der Alte... Manchmal kommen sie mir vor wie aus einer anderen Welt... und das folgende Filmchen solltet Ihr Euch anschauen, wenn Ihr's noch nicht kennt... wirklich sehr eindrucksvoll... und bitte... das ist KEINE Parodie... aus einer Zeit, in der ich Kind war...